Während unserer Reise im Oktober 2025 hatte mich der Cellist Armand Fikewey gefragt, ob ich ihm helfen könnte, eine*n Pianistin*en für einen Auftritt in Brazzaville zu finden. Er hatte schon lange den Traum, die Sonate op. 69 von Beethoven für Cello und Klavier in einem Konzert aufzuführen, aber weder in Kinshasa noch in Brazzaville eine*n passende*n Partner*in dafür finden können.n können.
Ich kannte ihn als einen guten Cellisten und wusste, dass er und seine Familie schon oft Konzerte organisiert hatten. Ich konnte ihm also bestätigen, dass unser Verein versuchen würde, ihn zu unterstützen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt wären, die eine Reise aus Europa für eine*n Pianistin*en realisierbar und sinnvoll machen würden: ein Raum mit einem geeigneten Instrument (Flügel sind in Zentralafrika selten), ein*e Klavierstimmer*in, ausreichende Probemöglichkeiten und zuletzt die Unterbringung des Gastes – all das und noch mehr musste bedacht werden. Die Liste war lang, und die Aufgabe schien groß zu sein.

Entsprechend überrascht und erfreut war ich, als Armand mir Ende Januar dieses Jahres die Nachricht schickte, er hätte tatsächlich alle Punkte erledigt, und das Konzert könnte am 10. April im Institut Français von Brazzaville stattfinden. Weniger erfreut war ich über die Kürze der verbleibenden Zeit, um eine*n Pianistin*en zu finden und die Reise zu organisieren.
Wir hatten aber großes Glück, dass Jansen Ryser sich spontan für das Projekt begeisterte. Jansen Ryser ist ein erfolgreicher Schweizer Pianist mit viel Kammermusikerfahrung; seine Muttersprache ist Französisch – alles passte also perfekt.

Die Visaformalitäten waren zum Glück relativ schnell und unproblematisch erledigt, und am 7. April reiste Jansen Ryser von Genf nach Brazzaville, begleitet von seiner Lebensgefährtin Martina Morello, einer Klarinettistin. Es folgten zwei Tagen intensiven Kennenlernens und Probens, und am 10. April fand das Konzert vor einem vollen Saal statt und wurde ein großer Erfolg.

Neben der Sonate für Cello und Klavier wurden auch von Musiker*innen des OSK einige Orchesterstücke vorgetragen. Martina wurde herzlich eingeladen mitzuspielen, spontan wurde eine Klarinette für sie organisiert und so konnte sie auch unterstützend am Konzert teilnehmen.
Hier können Sie einen Eindruck des Konzertes bekommen.
Ein sehr großer Dank, auch im Namen unserer Partner*innen vor Ort, geht an Jansen Ryser, der großzügig seine Zeit und sein Können für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat.
Auch unseren Vereinsmitgliedern und Unterstützer*innen, möchten wir herzlich danken; dieses spontane Projekt wurde dank der Mitgliedsbeiträgen und der großzügigen Spenden möglich.
